Pina ist Alleinerzieherin und lebt mit ihrem 20jährigen, autistischen Sohn Leo in einem Mehrparteienhaus ohne Unterstützung von Familie, Freunden oder Nachbarn. Sie ist und organisiert die Welt für Leo und es ist undenkbar, dass sie nicht für ihn da ist. Deshalb ignoriert sie die immer stärker werdenden Magenschmerzen, bis sie eines Tages auf der Straße zusammenbricht und - ausfällt. Ab diesem Zeitpunkt müssen die anderen Hausbewohner Leos Betreuung übernehmen. Zunächst eher widerwillig und unbeholfen versuchen die Seniorin Inge, Schulabbrecherin Zola und Eigenbrötler Wojtek sich um Leo zu kümmern, bis seine "Mutsch" wieder gesund ist. Und mit der Zeit stellt man sich die Frage, wer braucht hier eigentlich wen?
Vera Zischke schreibt mit Warmherzigkeit, Authentizität und einer Prise Humor über Inklusion, Mutterschaft, Care-Arbeit und Gemeinschaft. Ein wundervolles Buch!