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BUCHTIPP
Lucia Kirchner-Krämer

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Laute Nächte

Laute Nächte

Es gibt Ereignisse, die das Leben komplett verändern. Kenni, um die 20, hatte einen Plan, eine Zukunftsvision mit seiner Freundin Jasmin. Als die bei einem Autounfall stirbt, wirft ihn das vollkommen aus der Bahn. Auf der Suche nach sich selbst zieht er nach Wien in eine WG. Aus der Notlösung wird sein Rettungsanker. Aus Mitbewohnern werden Freunde, die alle ihr eigenes Schicksal bewältigen müssen: Paul, der seine erfolgreiche Tenniskarriere aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste und seither mit sich nichts anzufangen weiß. Julia, die so still und leise ist, dass man sie fast übersehen könnte und konsequent an ihrer Karriere arbeitet. Elif, die seit drei Jahren mit ihrem Freund aus reichem Haus zusammen ist, aber der sie vor seinen Eltern verheimlicht. Eindringlich und mitreißend schildert Freytag, wie die vier sich einander öffnen, wie sie zusammenwachsen, Kennis innere Zerrissenheit, wie sie Jahre später zueinander stehen. Ein wunderschöner Roman über Beziehungen, die dem Leben Halt geben.

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Andrea Salomon

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Yesteryear

Yesteryear

Welch ungewöhnliche Geschichte, die uns die Autorin in ihrem Debüt-Roman erzählt! Natalie hat sich ein perfektes Leben erschaffen, an dem sie ihre Follower teilhaben lässt. Sie lebt auf einer einsamen Farm in Idaho mit Mann und fünf Kindern. Traditionelle, christliche Werte, selbst angebautes Biogemüse, Homeschooling, von der Seife bis zum Brot alles selbst hergestellt. Und alles wird von der Kamera begleitet, denn Natalie möchte die einflussreichste Influencerin Amerikas werden. Dass alles nur Fassade ist, stört sie dabei gar nicht. Fake it, till you make it! Bis eines Tages alles kippt und ein Albtraum beginnt. Das Buch ist schräg und skurril, definitiv unterhaltsam, macht nachdenklich, entwickelt sich anders, als man erwartet und ist dennoch glaubwürdig. Tradition, moderne Social Media-Welt, (Selbst-)Betrug, Irrsinn, alles dabei. Außergewöhnlich - I like!

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Eva Kronhofmann

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Einatmen Ausatmen

Einatmen Ausatmen

Marlene, erfolgreiche Karrierefrau, lebt ausschließlich für ihren Job. Sie steht kurz vor einer Beförderung und alle im Unternehmen sind sich einig, dass sie fachlich über die Maßen kompetent ist. Allerdings mangelt es der Managerin an Mitgefühl und Empathie. Marlenes Kollegen und Kolleginnen leiden unter ihrer Kaltherzigkeit und Härte, die sie an den Tag legt. Dies führt dazu, dass sie an einem zweiwöchigen Achtsamkeitsseminar teilnehmen muss, geleitet vom landesweit bekannten Alex Grow, der allerdings selbst mit Zweifeln und Panikattacken zu kämpfen hat. Marlene ist dem Ganzen misstrauisch, genervt und verschlossen eingestellt - bis sie sich eines Tages bei einem Spaziergang im Wald verirrt, auf ein verletztes Wildschwein trifft und sich dem zurückgezogenen Hausmeister nähert. Der mit leichtem Humor geschriebene Roman liest sich flüssig und wärmt das Herz von innen ohne jemals kitschig zu werden. Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen.

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Eva Kronhofmann

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Abschied vom Phallozän

Abschied vom Phallozän

Aussagekräftig, mutig und direkt: Eine Streitschrift, die es in sich hat und Denkanstöße gibt. In diesem dünnen Büchlein steckt eine Menge Inhalt, der zum kritischen Nachdenken auffordert, zum Umdenken herausfordert und zu Ideen anregt. "Ein kraftvolles Gedankenspiel über matriarchale Inspiration... und patriarchale Dekonstruktion." Bitte lesen!

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Monika Breyer

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Der Gesang der See

Der Gesang der See

Einen meiner schönsten Urlaube verbrachte ich in Norwegen. Mit diesem Buch von Trude Teige möchte ich sofort wieder aufbrechen, um dieses Land zu besuchen. Das raue Meer, die schroffen Felsen, der ewige Wind. Genau das liebt auch Kristiane. Eine starke Frau in einer männerdominierten Welt, an der Westküste Norwegens, im 19. Jhd. Aus Pflichtbewusstsein, aber auch aus tiefem Vertrauen und Zuneigung heiratet sie Lars, den sie schon seit Kindheit kennt. Aber auch Frederik, der so wunderschön Geige spielen kann, liebt sie. Ein beeindruckendes Buch, wunderbar atmosphärisch erzählt.

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Martina Mimler

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Alle meine Mütter

Alle meine Mütter

Ein wahrhaft intensiver Roman! Eigentlich ist er eine vielschichtige Betrachtung des Mutterdaseins. Das Buch zieht wie ein Sog - so vieles wird einem wieder bewusst, was man zum Teil vergessen hat: Erinnerungen, Nähe, Liebe, Zusammengehörigkeit, Vertrauen, aber auch Ängste, Wut, Enttäuschung, Trauer - welche Gefühle auch immer Mutterbeziehungen entstehen lassen, in jeder Konstellation, ein Leben lang und darüber hinaus - eine Bindung für die Ewigkeit und ein Buch, das unter die Haut geht.

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Lucia Kirchner-Krämer

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Stunden wie Tage

Stunden wie Tage

Berlin, in den 1930er-Jahren: Die junge Martha, zielstrebig und gewissenhaft, sucht eine Stelle und findet sie als Hausbesorgerin eines Mietshauses, das der jüdischen Familie Berkowitz gehört. Schnell wird sie zur "Seele des Hauses", hat regen Kontakt zu allen Mietern und auch zur Besitzer-Familie. Henry Berkowitz hat Katharina geheiratet, eine russische Opernsängerin und deren Tochter Liane adoptiert. Katharina leidet sehr darunter, dass sie aus Russland fliehen musste und schafft es nicht immer, für ihre Tochter da zu sein. Da Martha und ihr Mann keine Kinder bekommen können, entwickelt Martha bald eine sehr innige Beziehung zu Liane. Mit der Machtübernahme der Nazis muss Henry das Land verlassen, Liane, die gerade die Schule abschließt, schließt sich dem Widerstand an. Als Liane 1942 verhaftet und schließlich hingerichtet wird, ist es Martha, die Katharina auffängt und unterstützt.
Kupferberg verwebt hier Fiktion mit historischen Tatsachen. Die Geschichte von Liane Berkowitz und ihrer Familie ist tatsächlich so passiert, auch Martha hat tatsächlich existiert. Kupferberg hat akribisch recherchiert und mit Zeitzeugen gesprochen. In ihrer klaren, eindringlichen Sprache findet sie einen Weg, auch das größte Grauen zu erzählen. "Nicht auffallen" ist die Taktik, die Martha anwendet, um ihren Arbeitgebern zu helfen. Sie schafft es, deren Eigentum für sie zu erhalten, das sie ihr aus Dankbarkeit schließlich übereignen. Nicht retten kann sie Liane, das belastet die tief religiöse Frau bis an ihr Lebensende, wo sie schließlich verwirrt durch die Straßen ihres Bezirks irrt. Kaum jemand kennt ihre Geschichte, bis Shelly Kupferberg darauf stösst.

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Andrea Salomon

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Pina fällt aus

Pina fällt aus

Pina ist Alleinerzieherin und lebt mit ihrem 20jährigen, autistischen Sohn Leo in einem Mehrparteienhaus ohne Unterstützung von Familie, Freunden oder Nachbarn. Sie ist und organisiert die Welt für Leo und es ist undenkbar, dass sie nicht für ihn da ist. Deshalb ignoriert sie die immer stärker werdenden Magenschmerzen, bis sie eines Tages auf der Straße zusammenbricht und - ausfällt. Ab diesem Zeitpunkt müssen die anderen Hausbewohner Leos Betreuung übernehmen. Zunächst eher widerwillig und unbeholfen versuchen die Seniorin Inge, Schulabbrecherin Zola und Eigenbrötler Wojtek sich um Leo zu kümmern, bis seine "Mutsch" wieder gesund ist. Und mit der Zeit stellt man sich die Frage, wer braucht hier eigentlich wen? Vera Zischke schreibt mit Warmherzigkeit, Authentizität und einer Prise Humor über Inklusion, Mutterschaft, Care-Arbeit und Gemeinschaft. Ein wundervolles Buch!

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Eva Kronhofmann

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Moosland

Moosland

Eine junge deutsche Frau hat nach dem Krieg keinerlei Aussichten und schließt sich einer Gruppe Frauen an, die nach Island gebracht werden, um dort in der Landwirtschaft zu arbeiten. In dem kargen rohen Land mangelt es nämlich an Arbeitskräften und heiratsfähigen Frauen. Die Autorin beschreibt mit Feingefühl und Scharfsinn die Reise von Elsa, die nicht spricht und sich anfangs einfach nur verloren fühlt. Hier wird ein Stück unbekannte Geschichte erzählt und zwar überaus eindringlich und bemerkenswert. Ich kann das Buch jedem uneingeschränkt empfehlen!

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Monika Breyer

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Erzähl mir alles

Erzähl mir alles

Ich muss gestehen, schon der Einband des Buches hat mir so gut gefallen. Türkisblauer Himmel, das Meer mit Blick auf den Horizont, 2 Personen spazieren am Strand. Die Geschichte spielt in dem kleinen Küstenstädtchen Crosby, im Bundesstaat Maine, USA. Bob Burgess, Strafverteidiger, ist zusammen mit Margaret, Pastorin. Lucy Barton ist Schriftstellerin und wieder zusammen mit William, Parasitologe. Bob und Lucy sind sehr vertraut miteinander. Einmal pro Woche treffen sie sich, gehen spazieren und sprechen über alles. Fast alles. Über ihre Gefühle zueinander, trauen sie sich nicht zu reden. Und da sind noch die 90 jährige Olive Kitteridge, Matt Beach, Pam, Bob`s erste Frau. Auch ein Mord passiert und doch handelt es sich bei dem Buch um keinen Krimi. Elisabeth Strout lässt uns tief in die Gedanken und Gefühle ihrer Protagonisten einblicken.

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Eva Kronhofmann

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Die Riesinnen

Die Riesinnen

Die Riesinnen, das sind drei Generationen von Frauen in einem Dorf im Schwarzwald. Liese, Cora und Eva sind groß und hager und haben störrisches Haar. Mit einer poetischen und kraftvollen Sprache erzählt die Autorin die Geschichten der drei Frauen, die eigensinnig und stark sind. Mit Feingefühl beschreibt Hannah Häffner Familienstrukturen, Heimat und Freiheit, die Liebe zum Wald, die Suche nach sich selbst und dem Platz im Leben. Empfehlung!

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Martina Mimler

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Mit beiden Händen den Himmel stützen

Mit beiden Händen den Himmel stützen

"Ein Mädchen, das mit wütendem Scharfsinn die Widersprüche der Erwachsenen aufdeckt, eine Frau, die ihre Geschichte und ihren Körper schreibend zurückerobert.", beschreibt der Klappentext dieses Buch. Man kann es nicht besser ausdrücken! ICH, äußerst wohlbehütet aufgewachsen, kann mir solch eine Kindheit gar nicht vorstellen - aber es gibt sie doch, wahrscheinlich häufiger als ich mir denken will. Man muss dieses Buch lesen!

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